Projekt „Bienenweide“
Naturnahe Blütenwiese und firmeneigene Honigbienen am Standort Güglingen.

Insekten fehlt es aufgrund zunehmender Verbauung und intensiver Bewirtschaftung der Landschaft vielerorts an geeigneten Lebensräumen und damit auch an pollen- und nektarspendenden Blüten. Eine 2017 veröffentlichte Langzeitstudie* ergab einen dramatischen Rückgang heimischer Insekten von mehr als 75 %  – viele Wildbienenarten sind heute bereits vom Aussterben bedroht.

AFRISO möchte mit seinem Engagement gegen das Insektensterben einen kleinen Teil dazu beitragen, um dieser gravierenden Entwicklung gegenzusteuern. Die Geschäftsleitung hat sich deshalb 2018 entschieden, dem Umwelt- und Naturschutz auf dem 3 ha großen Betriebsgelände im Werk Güglingen noch mehr Raum zu geben. Bislang sind dort 35 % der Fläche bebaut, 30 % werden als Verkehrsfläche bzw. Parkplätze genutzt und 35 % dienen bereits als parkähnliche Grünfläche. Diese wird gerne von den Mitarbeitern zur Erholung in Pausenzeiten genutzt und wird auch ganz bewusst als „grüne Lunge“ inmitten der Gewerbeflächen freigehalten.

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Grünfläche auf dem Firmengelände Güglingen

Pollen- und nektarspendende „Futterpflanzen“ für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge & Co.
Sonnenblume

Für das Projekt „Bienenweide“ wurde ein ca. 300 m2 großer Teil der Grünfläche nach ökologischen Gesichtspunkten neu konzipiert und als naturnahe Blütenwiese umgestaltet. Hauptsächlich kamen dabei heimische Wildblumenarten, aber auch regionaltypische Kulturpflanzen wie Ringelblumen, Sonnenblumen oder der Schneckenklee als Saatgut zum Einsatz. Diese spezielle Mischung zeichnet sich durch einen langanhaltenden Blühzeitraum aus und sichert damit blütensuchenden Insekten bis in den Oktober hinein die Gesundheit und Nahrungsgrundlage.

Weniger ist mehr: Reduzierte Bodenbearbeitung schafft beste Voraussetzungen für die Fortpflanzung der Insekten

Ein Großteil des Erfolges im Kampf gegen das Insektensterben macht die Art der Bewirtschaftung der Wiesenflächen aus. Deshalb wird die neue Blütenwiese bei AFRISO künftig nur noch zwei Mal pro Jahr und im Einklang mit der Insektensaison gemäht. Sind im Herbst die Blüten abgestorben, dienen die Pflanzenstängel als Nistmöglichkeit oder Winterquartier. Darauf folgt im März die erste Mahd, nachdem die geschlüpften Insekten ausgeflogen sind. Der zweite Schnitt im Juni dient der Vermehrung der Samen und sichert die Blüte über den Sommer hinweg. Das Mahdgut wird dabei immer abgeräumt, um dem Boden keine weiteren Stickstoffe zuzuführen und somit langsam wachsenden Wildblumen oder Kräutern optimale Wachstumsbedingungen zu geben. Darüber erfolgt keine weitere Bodenbearbeitung – das hilft vor allem den Wildbienen beim Überleben, denn gut die Hälfte aller Wildbienen nistet unter der Erde und ist damit auf  „Ruhe“ im Boden angewiesen.

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Als erstes Unternehmen im Naturpark hat AFRISO das offizielle Schild „Bienenweide“ des Naturparks Stromberg-Heuchelberg erhalten. Das Siegel signalisiert Passanten und Mitarbeitern, dass diese wilde Wiese nicht zufällig oder aus Nachlässigkeit entstanden ist, sondern mit voller Absicht. (v.l.n.R.: Julia Meny und Dietmar Gretter (Geschäftsführer Naturpark Stromberg-Heuchelberg), Frank Altmann (Marketingleiter AFRISO))

AFRISO Honigbienen
Honigglas

Für AFRISO ist der Begriff „Nachhaltigkeit“ keine leere Worthülse, sondern fester Bestandteil der Unternehmens- und Produktphilosophie. Unsere Arbeitsfelder Abgaskontrolle, Energieeinsparung, Grundwasserschutz und Ressourcenschonung verdeutlichen diesen Anspruch auf Entlastung und den Schutz der Umwelt.

Bienen spielen für den Erhalt des Ökosystems wie wir es heute kennen eine große Rolle: Fast 80 % aller Pflanzen werden von der Honigbiene bestäubt. Die restlichen 20 % von Hummeln, Wildbienenarten, Schmetterlingen und anderen Insekten. Die Bestäubungsleistung der Honigbiene sichert uns Menschen die Vielfalt an Nahrungsmitteln und ist damit hauptverantwortlich für gute Ernten und eine natürliche Artenvielfalt. Jedoch ist der Bestand der Honigbienen seit Jahren in Gefahr.